burda style 07/2018 – Downloadschnitt 120 A – Sommerhose

Sofort habe ich mich für diesen Hosenschnitt begeistert. Das weit ausgestellte Hosenbein wird durch die Nahtlinie vom unteren und oberen Hosenteil stabilisiert. Der schmale Bund gefällt mir, und die Hüftpassentasche mit den Faltenteilen an der Eingriffskante bilden ein besonderes Element.

Genäht ist die Hosen relativ zügig. Etwas knifflig sind die Falten zu legen (2,7 cm Abstand sind einzuhalten …) und später mit dem nahtverdeckten Reißverschluss einzunähen. Um zu verhindern, dass der hintere Bund absteht, habe ich ab der Seitennaht ein Gummiband eingearbeitet – für mich die schnellste und bequemste Lösung für ein guten Sitz. Im Saum der Hosenbeine ist Vlieseline aufgebügelt, die Saumzugaben per Hand angenäht.

Die Tragefotos sind  gestern im sommerlichen Südspanien entstanden.

Mein Kater Theo begleitet alle meine Nähprojekte …

Stoff: Dunkelgrüner Leinen, gekauft bei Mahler in Hamburg. Schwarzer Futterstoff für die Taschenbeutel.

Änderungen: Genäht in Größe 38. Keine weiteren Änderungen, bis auf einen Gummizug im hinteren Hosenbund.

Fazit: Mir gefällt diese Sommerhose sehr gut. Ich habe sie bereits mehrfach genäht, mit und ohne Faltenteil an der Hüftpassentasche. Dunkelblauer Leinen liegt schon für das nächste Hosenprojekt bereit.

Heute am Me Made Mittwoch bedanke ich mich herzlich beim Team und wünsche allen einen sonnigen Mai.

Simplicity 8594 – ein halbes Kleid

Den Schnitt 8594 von Simplicity habe ich schon einmal genäht, und mir hat beim Tragen des Kleides vor allem der weit schwingende Rockteil gefallen. Die Idee entstand, den aus vier Bahnen bestehenden Tellerrock des Kleides noch einmal zu nähen und mit einem hohen Bund in der Taille abzuschließen.

Verwendet habe ich einen karierten Wollstoff, der für den guten Schwung mit einem knallroten Futter ausgestattet wurde. Da ich kein Gummiband einziehen wollte, ist durch Ausprobieren ein Formbund entstanden. Ein nahtverdeckter Reißverschluss sowie Taschen in den Seitennähten runden das Projekt ab.

Mit dem Ergebnis bin ich fast zufrieden – beim Reißverschluss ist immer noch Steigerung möglich …

Die Tragefotos sind heute morgen bei sehr windigem norddeutschen Wetter entstanden. Demnächst ist ein Besuch in der Elphi geplant. Da werde ich den Rock dann ausführen (und vorher auch noch einmal bügeln …).

Stoff: Karierter Wollstoff für Kleider, Futterstoff aus Acetat. Beides gekauft bei Karstadt in Hamburg.

Änderungen: Nur den Rockteil des Kleiderschnitts genäht und mit Formbund versehen.

Fazit: Das Rockprojekt ist für mich gelungen. Das Aus- und Anprobieren für den Formbund war allerdings sehr zeitaufwändig – ich werde es nicht wiederholen.

Viele Grüße an das Me Made Mittwoch – Team.

Burda Wintermantel 6462

Heute stelle ich einen Mantel vor, den ich vor einem Jahr genäht und seitdem viel getragen habe. Die Tragefotos sind während eines Spaziergangs auf der Elbinsel Kaltehofe entstanden.

Der Burda Kurzmantel 6462 ist großzügig geschnitten mit zwei Pattentaschen, einem eckigen eingesetzten Reverskragen mit Abnähern und Ärmelriegeln, die von Schlaufen gehalten werden.

Als Mantelstoff habe ich einen aufgerauhten grauen Wollstoff verwendet, für das Futter einen weinroten Kleiderstoff und für den Kragen schwarzen Boucle. Den Mantel habe ich Größe 38 zugeschnitten, alle wichtigen Punkte und Linien mit einem Hilfsfaden markiert. Der Wollstoff ist komplett mit Vlieseline verstärkt, einschließlich der Reversteile für einen stabilen Sitz. Neu für mich war das Nähen der Pattentaschen. Etwas Respekt hatte ich schon, mit der Schere entsprechende Schnitte im Vorderteil durchzuführen. Um Kragen und Revers punktgenau zusammenzufügen, habe ich mehrere Male aufgetrennt, bis ich mit dem Ergebnis zufrieden war.

Die Schlaufen für den Ärmelriegel auf den vorderen Ärmel zu steppen war für meine damalige haushaltsübliche Nähmaschine kaum zu schaffen. Die gesamte Kragenansatznaht sowie die Saumarbeiten sind per Hand vorzunehmen.

Stoff: Alle drei genannten Stoffe bei Karstadt in Hamburg gekauft.

Änderungen: Genäht in Größe 38, keine Änderungen vorgenommen.

Fazit: Mit dem fertigen Mantel bin ich sehr zufrieden. Er ist in dieser Ausführung robust und wird mir auch in Zukunft noch Freude bereiten. Der Schnitt ist gut umzusetzen, daher kann ich ihn weiterempfehlen.

Vielen Dank an das Me Made Mittwoch – Team. Ich wünsche allen ein Frohes Neues Jahr.

Pattydoo Kleid „Stacey“

Das Papierschnittmuster für das A-Linien-Kleid habe ich geschenkt bekommen. Es ist ein fertiger Mehrgrößenschnitt, der in einem stabilen Pappumschlag steckt. Inklusive einer sehr ausführlichen, auch bebilderten, Nähanleitung als Booklet mit Verweis auf die entsprechende Videoanleitung.

Das Kleid habe ich für eine Weihnachtsfeier genäht. Es erfüllt die Bedingung gemütlich, da weit geschnitten und praktisch wegen der zwei Taschen in der vorderen Quernaht, um dort Maske und Taschentuch zu verstauen. Durch den karierten Stoff und den ‚Turtle-Neck-Ausschnitt‘ bekommt es eine besondere Note.

Die sieben Schnittteile sind schnell zusammengenäht – das meiste davon mit der Overlock. Bei Burda Style „Nähen leicht gemacht“ habe ich mir Rat bzgl. des Zuschnitts von karierten Stoffen geholt. Knifflig war das Treffen der richtigen Karo-Muster-Linien beim Zuschneiden von oberen und unteren Vorderteilen. Alle Säume habe ich mit Vlieseline verstärkt und mit der Cover versäubert.

Da die Weihnachtsfeier nicht stattfand, trage ich das Kleid heute zur Arbeit.

Stoff: Stretch-Gewebe mit etwas Stand, bei Karstadt in Hamburg gekauft.

Änderungen: Genäht in Größe 38, keine Änderungen vorgenommen.

Fazit: Das Schnittmuster enthält Variationen, die ich auch ausprobieren werde.

Heute am Me Made Mittwoch bedanke ich mich herzlich beim Team und wünsche allen eine schöne Weihnachtszeit.

Herbstmantel Burda 6845

Genau vor einem Jahr habe ich bei einem Besuch in Berlin die Gelegenheit gehabt, bei Hüco Woll-, Futterstoff und passende Knöpfe zu erwerben. Das war für mich eine sehr schöne Einkaufsstunde – hatte ich doch in vielen Beiträgen von der großen Auswahl dort gelesen.

Ich mag zeitlose Schnitte, von daher fiel die Wahl auf den Burda-Mantel 6845. Am Ende habe ich mich für die kurze Variante entschieden, weil ich auch viel mit dem Fahrrad unterwegs bin.

Begonnen mit der Verarbeitung des Stoffes habe ich Anfang September und ca. vier Wochen für die Umsetzung benötigt. Es sind einige Schnittteile auszuschneiden und vorzubereiten, Markierungspunkte und -linien zu übertragen, Vlieseline aufzubügeln, Nahtzugaben zu beschneiden, Handstiche für Kragen, Futter, Säume, etc. zu setzen.

Ich versuche immer der Anleitung zu folgen. Die technischen Zeichnungen zu den einzelnen Nähschritten waren allerdings nicht immer hilfreich – insb. im Bereich des Revers waren die kleinen, aber so wichtigen Einschnitte für mich ein Problem. Die Taschenbeutel und -klappen einzufügen ist im Falle des Kurzmantels recht einfach, da sie in die Quernaht eingenäht werden. Letzte Herausforderung: das Anbringen der Knöpfe am geschlossenen Oberärmel – zwischendurch dachte ich schon, sie einfach anzukleben … Die Knopflöcher dagegen hat meine Maschine wunderbar gearbeitet.

Letztes Wochenende war ich wieder einmal in Berlin, zu Besuch bei den Töchtern – eine gute Gelegenheit, den neuen Mantel zu präsentieren und Fotos zu machen. Heute am Me Made Mittwoch führe ich den Mantel das erste Mal in meinem Städtchen aus.

Stoff: Brauner Mantelstoff aus Wolle, hellblauer Futterstoff aus Acetat. Knöpfe gekauft bei Hüco in Berlin.

Änderungen: Genäht in Größe 38, keine besonderen Anpassungen. Den Schlitz im Rückenteil und an den Ärmeln habe ich mit einer Briefecke versäubert.

Fazit: Die Einstufung des Schnittmusters als „Fortgeschritten“ ist gerechtfertigt. Mir gefällt der Schnitt sehr, und ich werde die lange Variante auch nähen. Mantelprojekte sind spannend, es ist viel dabei zu lernen, und über das fertige Ergebnis freue ich mich sehr. Frustrierende Momente sind dann vergessen, und entstandene Fehler werden zur persönlichen Note des Projekts.

Sommerbluse 6234 von Burda – Langarm

Die Sommerbluse 6234 – Variante A – von Burda habe ich ein zweites Mal genäht, diesmal mit langem Arm. Verarbeitet habe ich eine Viskose mit angenehmen Griff.

Das Rückenteil mit den eingesteppten Falten habe ich beibehalten. Auch wenn man dieses Detail bei meiner Materialwahl nicht unbedingt erkennt, fällt dadurch der Stoff sehr schön. Der Beleg für den Halsausschnitt ist laut Anleitung mit Vlieseline verstärkt. Für sämtliche Säume habe ich 0,75 cm breite Vlieselinestreifen aufgebügelt, um insb. den Abschluß des ausgestellten Ärmels zu stabilisieren.

Stoff: Viskose, im Grundton dunkelblau mit kleinen weißen und hellblauen Pünktchen. Gekauft bei bei Mahler in Hamburg.

Änderungen: Genäht in Größe 38. Spitze des V-Ausschnitts um 1 cm nach oben verlegt. Ärmel um 1,5 cm gekürzt.

Fazit: Die Stoffauswahl verändert unbedingt bei gleichem Schnitt Optik und Tragegefühl. Die Bluse aus Viskose trägt sich sehr angenehm und wird mich heute auf meinem Stadtspaziergang begleiten.

Und damit grüße ich die Me Made Mittwoch – Runde.

Sommerbluse 6234 von Burda

Nur wenige Schnittteile sind für diese ärmellose Sommerbluse mit V-Ausschnitt, vorgelegten Schulternähten und Falten im Rückenteil unterhalb der Passe zu vernähen.

Während des Nähprozesses nach Anleitung habe ich versehentlich nicht beide Passenteile gleichzeitig an das Rückenteil genäht, da ich die Nahtzahlen nicht beachtet habe. Zu einem späteren Zeitpunkt bemerkt, entstand deshalb eine Stepplinie über die rückwärtige Passe, die so nicht vorgesehen ist.

In meinem Fall ergab sich außerdem, daß der V-Ausschnitt für mich zu tief enden würde. Deswegen habe ich die Linienführung verlegt, und Nahtzugabe wurde zum Mittelpunkt hin schmaler.

Eine Anprobe nach dem Schließen der Seitennähte zeigte zu große Armlöcher. Daher habe ich die Seitenteile im Bereich des Armlochs 1 cm enger gefasst und die Nahtlinie diagonal zum Schlitzzeichen angeglichen.

Stoff: Baumwolle mit geringem Elastananteil und etwas Stand. Gefunden unter Blusen- und Hemdenstoffen bei Mahler in Hamburg.

Änderungen: Genäht in Größe 38. Spitze des V-Ausschnitts um 1 cm nach oben verlegt. Seitenteil im Bereich des Armlochs um 1 cm enger zusammengefasst.

Fazit: Eine locker geschnittene Sommerbluse, deren Besonderheit die vorgelegten Schulternähte und die Falten im Rückenteil sind. Auch bei dieser leicht zu nähenden Bluse kann ein Probeteil von Vorteil sein, um mögliche Änderungen im Voraus zu bearbeiten …

Und damit grüße ich die Me Made Mittwoch – Runde.

Ein einfaches Sweatshirt – Burda 6328 – Jersey und ich …

Die Begeisterung für Jerseystoffe meinerseits ist überschaubar. Ich verabeite eigentlich lieber Webstoffe, gerne klein gemustert. Das Shirt 6328 von Burda ist ein super einfacher Schnitt.

Allerdings … habe ich es mehrfach genäht. Zunächst mit der normalen Nähmaschine und der Zwillingsnadel und dabei keine Erfahrung ausgelassen: Jersey wird beim Nähen nicht transportiert und verschwindet in der Stichplatte, stark aufrollende Nahtzugaben, verzogene Armkugeln, doppelt eingeschlagene Ärmel- und Saumbündchen, die später nach oben klappen – natürlich so, daß die Nähte sichtbar sind …

Inzwischen habe ich viele Nähvideos gesehen und meinen Bestand an Nähmaschinen erweitert. Das Tragebild zeigt das Shirt, genäht aus dickerem Sweatshirtstoff. Die Schnittteile sind mit der Overlock zusammengenäht, in der bekannten Reihenfolge: Schulternähte schließen – Armkugel annähen – Seitennähte und Ärmelnähte in einem Arbeitsgang mit der Ovi nähen. Den Halsausschnitt, Armbündchen und Saum habe ich nur einmal umgelegt und mit der Cover abgesteppt, wobei ich am Halsausschnitt die Naht mit der normalen Nähmaschine fixiert habe.

Stoff: Sweatshirtstoff, vor Ort gekauft

Änderungen: Nahtzugabe der Schnittteile auf 0,7cm geändert, am Halsausschnitt 1cm, Ärmel und Saumzugabe mit 1,5cm zugeschnitten.

Fazit: Mit etwas Übung ein einfach zu nähendes Shirt. Am meisten Spaß hat es mir bereitet, meine verschiedenen Maschinen einzusetzen. Nach Betrachten des Tragebilds habe ich die Ärmelsäume aufgetrennt und 1,5cm gekürzt.

Jeanskleid M7996 von McCall’s

Ein sehr schön geschnittenes, figurbetontes Kleid – nicht ohne Herausforderungen …

Dem Fertigschnitt ist eine deutsche Übersetzung beigefügt. Schwierig war für mich das Zusammenfügen von rückwärtigem Oberteil mit rückwärtiger Passe, ein zu tiefer Einschnitt in die Nahtzugabe konnte ich durch Aufbügeln von etwas Vlieseline retten. Die Nahtzugabe am Ärmelschlitz wird ebenfalls eingeschnitten. Ich war an dieser Stelle etwas vorsichtiger … Auch der Kragen hat mich nicht nur Zeit gekostet. Ich habe ihn zweimal genäht, weil ich Ober- und Unterkragen verstärkt hatte – das war wohl zu viel.

Die Knopflöcher haben mich ebenfalls sehr beschäftigt. Ich habe zu enge Knopflöcher gestickt, die später beim Schließen mit dem Knopf ausfransten. Die Stellen habe ich mit einem zusätzlichen Zick-Zack-Stich stabilisiert.

Stoff: Denim „Soft“ von Stoffe.de

Änderungen: Rockteil in Größe 40 zugeschnitten und an das Oberteil in Größe 38 angeglichen.

Fazit: Ein sehr gelungener Schnitt. Viele Ziernähte betonen die körpernahe Schnittführung. Mein gewählter Denim hat genügend Stand, eine Verstärkung der Taschenklappen wäre nicht notwendig gewesen. Mit einem fließenden Stoff und dem schwingenden Rockteil, welches als Option beigefügt ist, werde ich dieses Kleid sicherlich noch einmal nähen.

Sommerbluse 6525 von Burda

Zügig zu nähende Sommbluse ohne Knopflöcher, die aber durch die Prinzessnähte einen guten Sitz hat. Für die eingereihten Ärmel benötigt man etwas Geduld, ansonsten ist der Fertigschnitt schnell umzusetzen.

Auf der Puppe mit der linken Seite nach aussen, sieht man die Prinzessnähte gut. Alle Nähte und die Säume sind mit der Overlock versäubert. Den versäuberten Saum an Rumpf und Ärmeln habe ich nur einmal umgelegt und festgesteppt, daher liegt er schön flach.

Stoff: bedruckte Baumwolle mit leichtem Stand, von meiner Freundin geschenkt bekommen. Knopf und Bändchen aus dem eigenen Bestand.

Änderungen: genäht in Größe 38, um 2 cm an der dafür vorgsehenen Linie verlängert.

Fazit: Gut zu nähen – Wiederholung nicht ausgeschlossen.